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Kamila Glass - Violine
 
ist seit 2002 festes Mitglied im Deutschen Symphonie-Orchester (DSO) Berlin. Schon seit fast sieben Jahren organisiert sie zusammen mit Tina Horne die Konzertserie »Serenata Berlin« und lädt die interessantesten Musiker nicht nur aus Berlin, sondern mittlerweile aus ganz Europa und neuerdings auch aus Israel ein, um in Sa Taronja aufzutreten. Kamila Glass hat ihr Studium bei Prof. Lawrynowicz an der Chopin-Hochschule in Warschau, sowie bei Prof. Gronich und Prof. Haiberg an der Universität der Künste in Berlin mit Auszeichnung abgeschlossen.
Schon sehr früh begann Kamila Glass sich für Kammermusik zu interessieren und noch in Polen gewann sie diverse Preise bei Kammermusik- und Violinwettbewerben. Ihren »Feinschliff« erhielt sie beim Amadeus-Quartett in London.
Seitdem spielt die leidenschaftliche Kammermusikerin mit vielen verschiedenen Musikern in den unterschiedlichsten Ensembles.
Von 1998 bis 2000 war Kamila Glass mit dem DSO Berlin als Akademistin verbunden. Heute betreut sie selbst die DSO-Akademie und organisiert und unterrichtet dort Kammermusik.
Kamila Glass spielt eine Violine von Claude Augustin Miremont (Paris, 1872).
 
Jakob Spahn - Cello
 
Jakob Spahn wurde 1983 in Berlin geboren. Sein Studium absolvierte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. David Geringas und derzeit bei Prof. Claudio Bohorquez. Zudem arbeitete er auf Meisterkursen mit Frans Helmerson, Heinrich Schiff und Bernard Greenhouse zusammen.
Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und absolvierte Konzertreisen durch Europa, Asien, Mittel- und Südamerika. Kürzlich wurde er beim Internationalen ARD-Wettbewerb in München als Semifinalist mit einem Sonderpreis der „Alice-Rosner-Foundation“ ausgezeichnet. Als Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs wurde er in die Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ aufgenommen.
Er wurde von der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“ und dem Verein „Yehudi Menuhin Live Music Now“ unterstützt. Als Kammermusiker ist er schon mit renommierten Künstlern wie Wolfgang Meyer, Leonidas Kavakos, Mitsuko Uchida und Lang Lang aufgetreten.
In den vergangenen zwei Jahren war Jakob Spahn zudem als Stipendiat der „Karajan-Akademie“ bei den Berliner Philharmoniker tätig. Ab Saison 2011/2012 ist Jakob Solo-Celist an der Bayerischen Staatsoper München.
Julian Riem - Klavier
 
Der Münchner Pianist Julian Riem studierte bei Michael Schäfer an der Musikhochschule in München und bei Michel Béroff am Conservatoire National Supérieur in Paris. Zuletzt setzte er sein Studium in der Solistenklasse von Rudolf Buchbinder an der Basler Musikakademie fort, wo er das Solistendiplom mit Auszeichnung erhielt.
Julian Riem gewann internationale Klavierwettbewerbe in Modena, Madrid und Florenz und war Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs. Als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter tritt er in Europa, Japan und den USA auf und ist Gast auf internationalen Festivals.
 
Außer im „Velit Quartett“ spielt er im „Münchner Horntrio“, dem ein „Echo Klassik“ für die beste Kammermusikeinspielung 2012 (19.Jh.), der Aufnahme der Horntrios von Brahms, Ligeti und Koechlin bei Farao classics verliehen wurde.
Julian Riem wirkte bei Ton- und TV-Aufzeichnungen für verschiedene deutsche Sender, für das japanische NHK und das US- amerikanische npr mit. Seine breitgefächerte künstlerische Tätigkeit ist vor allem im Bereich der Kammermusik durch mehrere CD-Aufnahmen dokumentiert.
 
Konzert am Samstag, 18. Oktober 2014
 
Kamila Glass - Violine
Jakob Spahn - Violine
Julian Riem - Klavier
 
im Sa Taronja-Theater
Beginn: 21.00 Uhr
Reservierungen online oder
971 23 52 68
 
 
Das Programm:
 
J.S. Bach: Suite D-Dur für Cello solo
Prélude - Allemande - Courante - Sarabande - Gavotte I/II - Gigue
 
Igor Strawinski (1882-1971): „Suite Italienne“ für Cello und Klavier
Introduzione - Serenata - Aria - Tarantella - Minuetto – Finale
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Dimitri Schostakowitsch:
Klaviertrio Nr. 2 e-Moll Op. 67
Andante - Allegro con brio - Largo – Allegretto
 
 
 
 
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
 
"Die sechs Suiten für Violoncello solo (BWV 1007–1012) von Johann Sebastian Bach gehören heute zu den meistgespielten Kompositionen für ein solistisches Streichinstrument. Die Handschrift vereinigt sechs Suiten, also Folgen von Einzelsätzen, die – oft stark stilisiert – auf die modischen Hoftänze der Entstehungszeit und der vorhergehenden Generation anspielen.
An den Spieler stellen die sechs Werke hohe Anforderungen: »Bachs Kompositionen für Solo-Violine und -Cello stehen für höchste Virtuosität, und dies, grade auch im Blick auf ihre Einzigartigkeit, mehr noch als seine Clavierwerke, die ähnliche technische Anforderungen stellen« schreibt Christoph Wolff; besonders hebt er hervor, dass die Streicher-Solowerke trotz ihrer instrumentenbedingten Einschränkungen in der kompositorischen Beherrschung des Materials hinter Clavierwerken der gleichen Zeit nicht zurückstehen. Cellisten neigen zu noch höherer Einschätzung der sechs Suiten; so Pau Casals: »Sie sind die Quintessenz von Bachs Schaffen, und Bach selbst ist die Quintessenz aller Musik.«" (nach Wikipedia)
 
Igor Fjodorowitsch Strawinski (1882-1971)
 
Strawinskis Suite Italienne für Cello und Klavier ist ein Arrangement mehrerer Sätze aus dem Pulcinella-Ballett. Die Suite war nicht Strawinskis erster Versuch, einzelne Ballettnummern in ein Werk für Solostreicher und Klavier zu überführen. Bereits im Jahr 1925 schrieb er eine Suite für Violine und Klavier nach Themen, Fragmenten und Stücken von Giambattista Pergolesi. 1932 bat er den Cellisten Gregor Piatigorsky, eine frühere Version der Suite zur Suite Italienne für Cello und Klavier umzuschreiben. In dieser Version ist die Reihenfolge der Sätze "Introductione," "Serenata," "Aria," "Tarantella," "Scherzino," und "Minuetto e Finale."Im Jahr 1933 überarbeiteten Strawinski und der Geiger Samuel Dushkin die Suite zum weiteres Mal für Violine und Klavier. Der Charme von Pergolesis Melodien und der spritzige Aspekt von Strawinskis Überarbeitung machen die Suite Italienne zu einem seiner unterhaltsamsten Werke. Sie blieb sein einziges Werk für Cello und Klavier.
 
Dimitri Schostakowitsch (1906-1975)
 
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch, geboren in St. Petersburg, war ein sowjetisch-russischer Komponist, Pianist und Pädagoge und eine prominente Figur der Musik des 20. Jahrhunderts. Neben 15 Sinfonien, Instrumentalkonzerten, Bühnenwerken und Filmmusik komponierte er 15 Streichquartette, die zu den Hauptwerken des zeitgenössischen Kammermusikrepertoires zählen. Er hatte zeitlebens ein schwieriges Verhältnis zur Sowjetunion, dennoch erhielt er Auszeichnungen und diente im Obersten Sowjet UdSSR von 1962 bis zu seinem Tod.
Das Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 komponierte Dmitri Schostakowitsch im Jahr 1944 für seinen Freund, den Musik- und Literaturwissenschaftler Iwan Sollertinski, dessen früher Tod den Komponisten zutiefst traf. So entstand das wahrscheinlich tragischste Musikstück im Schaffen Schostakowitschs. Zudem wendet er sich im Finale einem Thema aus der jüdischen Volksmusik zu, was man als Trauer um die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden deuten kann. Das Thema griff Schostakowitsch 1960 nochmals auf, als er sein achtes Streichquartett schrieb, „den Opfern des Faschismus und des Krieges gewidmet“.
„Im Klaviertrio ist es das Cello, das mit fahlen Flageolett-Tönen beginnt; kanonartig antwortet die Violine. Dass alles Helle in diesem dunklen Werk trügerisch ist, entpuppt sich im energiegeladenen und bedrohlich wirkenden Scherzo. Im Largo hebt Schostakowitsch eine Totenklage an: Mit schweren Klavierakkorden schreitet die Musik als Passacaglia daher. In der Art eines Totentanzes klingt das Werk aus – makaber, leise und unerbittlich.“ (Kerstin Unseld, SWR)
 
 
 
SERENATA BERLIN 2014